Rauchen aufhören lohnt besonders für Wenig-Raucher

Wenig-Raucher, die zu Nicht-Rauchern werden, haben nach drei bis füng Jahren kein erhöhtes Herzinfarktrisiko mehr. Für Viel-Raucher hingegen bleibt ein Restrisiko, auch wenn sie das Rauchen vollständig aufgeben. Der amerikanischen Studie zufolge haben auch Passiv-Raucher ein stark erhöhtes Herzinfarktrisiko.

Gute Chancen für Erholung
Raucher, die weniger als zehn Zigaretten am Tag rauchen, haben drei bis fünf Jahre nach dem Aufhören das zusätzliche Risiko für einen Infarkt vollständig abgebaut, erklärten die Wissenschaftler Salim Yusuf und Koon Teo von der McMaster-Universität in Ontario, Kanada. Ab 20 Zigaretten und mehr pro Tag bliebe auch nach 20 Jahren nach dem Takakkonsum ein um 22 Prozent erhöhtes Infarkrisiko, berichtet das britischen Medizinjournal „The Lancet“ über die Untersuchung.

Passiv-Raucher sehr stark gefährdet
Die Forscher gestalteten die Untersuchung unabhängig vom Alter oder Diäten. Dabei wurden 27.000 Menschen aus 52 Ländern untersucht. Auch Ex-Raucher oder Nichtraucher wurden mit in die Studie aufgenommen, mit dem Ergebnis, dass Passiv-Raucher, die mehr als 22 Stunden pro Woche dem Qualm ausgesetzt sind, ein um bis zu 45 Prozent erhöhtem Herzinfarkrisiko ausgesetzt sind.

Alle Arten von Tabak sind gefährlich
Der Forscher Teo warnt jedoch auch vor angeblich harmlosen Tabak- oder Rauch-Genuss: „Auch Kautabak erhöht das Herzinfarktrisiko, was darauf deutet, dass alle Formen des Tabakkonsums schädlich sind. Auch das Rauchen von Wasserpfeifen oder Bidis.“