Pausen erhöhen die Produktivität

Pausen erhöhen die Produktivität

Anzeige: Die moderne Welt suggeriert uns klipp und klar, worauf es anzukommen hat: Die Messlatte wird immer höher gehängt, alles muss immer schneller immer effizienter werden, sodass der Vergleich mit dem Hamsterrad durchaus angebracht ist. Doch ganz gleich, wie sehr Sie sich auch anstrengen: Irgendwann werden Sie zwangsläufig an Ihre Grenzen stoßen. Irgendwann ist das Limit erreicht, ab dem die Anforderungen hinsichtlich der Produktivität, Kreativität und Dynamik nicht mehr einzuhalten sind. Das ist allerdings kein Grund, in Panik auszubrechen. „Mach mal Pause!“ ist eine Devise, auf die Sie sich viel häufiger zurückbesinnen sollten.

Stress macht krank!

Schon mehrere Generationen von Fachleuten haben darauf hingewiesen, dass regelmäßige Unterbrechungen des Alltags mindestens ebenso wichtig sind wie die bequeme Unterwäsche von Calvin Klein. Ganz unabhängig vom jeweiligen Kontext von durchgeführten Studien kam man immer wieder zu ganz ähnlichen Ergebnissen: Jeder Mensch benötigt den Wechsel zwischen aktiven und passiven Phasen, damit keine Überdosis an Stresshormonen ausgeschüttet wird. Denn diese hätten ein erhöhtes Risiko zur Folge, an Demenz, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken. Darüber hinaus sinkt der Lerneffekt: Das gestresste Gehirn übernimmt Informationen nicht ins Langzeitgedächtnis oder löscht sie dort sogar. Versagensängste und Verlust der Lebensfreude kommen noch on Top. „Betten statt büffeln“ ist nicht nur für Schüler und Studenten in vielerlei Hinsicht ein wichtiger Ratschlag.

Wann ist die richtige Zeit für eine Pause?

Dass eine Unterrichtsstunde in der Schule 45 Minuten lang dauert, kommt nicht von ungefähr. Wissenschaftlich wurde bewiesen, dass das menschliche Gehirn ungefähr eine dreiviertel Stunde auf Hochtouren laufen kann, dann aber erst einmal eine Erholung benötigt. Spätestens nach 90 Minuten ist unbedingt eine mindestens viertelstündige Pause vonnöten, um neue Energie zu tanken. Bewiesen ist außerdem, dass das Gehirn in der Pause die neu gewonnenen Informationen verarbeiten und speichern kann, ohne dass man darüber nachdenken müsste. Damit wird gleichzeitig die Basis für immer neues Wissen und neue Fertigkeiten gelegt.

Pause machen, aber richtig!

Klar ist, dass die Pause nicht mit der täglichen Arbeitsroutine begangen werden darf. Allerdings sollte sie auch keine Phase der Reizüberflutung sein. Das Smartphone sollte also ebenfalls Pause haben. Ein Spaziergang an der frischen Luft (vielleicht sogar bei Sonnenschein) hingegen wirkt wahre Wunder. Auch gut ist etwas Gymnastik im Home Office oder sogar ein kurzes Powernapping. Wichtig ist natürlich, dabei auch ein Ende zu finden. 15 Minuten sind für die kleine Pause optimal, bei einer sehr viel längeren Zeit hingegen sorgt sie eher für eine Feierabendstimmung und verhindert, dass man anschließend nochmal richtig loslegt. Übrigens ist der 45-Minuten-Rhythmus nur ein Richtwert, der individuell verschieden sein kann. Wer die Möglichkeit dazu hat, kann seine Pausen auch ganz flexibel einlegen. Wenn die zündende Idee fehlt, Sie in der Mail an den Kunden kein einziges Wort ohne Tippfehler hinbekommen oder es vor Ihren Augen flimmert, ist es höchste Zeit für eine Auszeit. Danach klappt alles wieder deutlich einfacher. Auch eine gute Idee: Wenn Sie eine bestimmte Aufgabe erledigt haben, belohnen Sie sich mit einem Espresso und / oder etwas Bewegung.

Pausen zur rechten Zeit machen fitter und konzentrierter

Die Gesundheit der Angestellten liegt jedem Unternehmen am Herzen. Immer mehr Arbeitgeber gehen hierfür sogar neue Wege. Schon Mittelständler bieten Bewegung unter der fachkundigen Anleitung von Physiotherapeut*innen an. Der Softwareentwickler SAP hat bereits mehrtägige Entspannungs-Seminare für seine Belegschaft angeboten und Google hat spezielle Schlafkabinen installiert, in denen Mitarbeitende ein kurzes Powernapping halten können. Wohlgemerkt: All dies dient nicht der Förderung von Faulheit und Müßiggang, sondern dem Erfolg des Unternehmens.

Fazit: Der Mut zur Pause ist keine Schwäche, sondern eine Stärke. Wenn Sie Ihrem Körper und Geist immer mal wieder eine Erfrischung gönnen, tut sie Ihrer Gesundheit und Ihrem Wohlbefinden etwas Gutes und können den Alltag entspannter und gelassener bestreiten.